Tiefbrunnen
 
Tiefbrunnenbohrungen werden in die unterste, der vier Grundwasserschichten vorgenommen. Sie trägt die Bezeichnung: Continental Intercalcaire (CI) Schicht 4. Diese Schicht liegt zwischen 800m und 2500m unter der Erdoberfläche. Aus dieser Tiefe ist eine Wasserförderung von ungefähr 1000 l/s (Liter pro Sekunde) zu erwarten.

Da das Wasser aus solch einer Tiefe nicht von alleine aufsteigt, ist die Verwendung einer Motorpumpe notwendig.

Durch die Erdwärme hat das aufsteigende Wasser eine Temperatur von ca. 70°C, darum wird es vor der Weiterverteilung an die Bewässerungskanäle in einem Kühlturm heruntergekühlt. In kalten Winternächten wird die Wärmeenergie direkt zur Beheizung der Treibhäuser verwendet.



Tiefbrunnen gibt es erst seit neuerer Zeit, das starke Bevölkerungswachstum, die steigenden Bedürfnisse der Landwirtschaft und der Einsatz von Elektropumpen führten Ende der 70er Jahre zur Übernutzung und zum schnellen Absinken des Grundwassers. Dadurch sind an bestimmten Orten die Wasserreserven der drei anderen Schichten bereits aufgebraucht oder genügen den Förderansprüchen nicht mehr.

Für diese Brunnenart wird wie bei allen Brunnen, die heute gebaut werden, ein Rohr in die Erde getrieben, welches am Ende durchlöchert ist. Der durchlöcherte Teil des Rohres befindet sich in der Schicht des Grundwasserspiegels. Dringt Wasser in die Löcher ein, wird es von einer Pumpe nach oben angesaugt.